Skip to content

Cannabis-Pflanzen zur Herstellung von Genussmarihuana, Industriehanf, medizinischem Marihuana und Cannabidiol (CBD)-Öl verwendet werden – haben die Fähigkeit, Schwermetalle aus dem Boden aufzunehmen. Ein Studie zeigt mögliche Folgen.

https://www.agrarheute.com/management/agribusiness/cannabis-reichert-giftige-schwermetalle-sagt-studie-589106

Cannabis ist besonders geeignet für die Phytosanierung

Das Problem wird laut Louis Bengyella noch verschlimmert durch die Tatsache, dass einige Cannabissorten speziell für die „Phytoremediation“ (Reinigung der Umwelt) gezüchtet wurden. Sie sind also besonders geignet um Schadstoffe aus Boden, Wasser oder Luft zu entfernen. „Das Problem ist, dass die Verbraucher unwissentlich Schwermetallen ausgesetzt werden können, wenn wir diese etwa für die Phytosanierung entwickelten Sorten verwenden, ohne zu wissen, warum diese überhaupt entwickelt wurden”.

Bengyella und seine Kollegen führten eine Metaanalyse von Forschungsstudien zur Schwermetallbelastung von Cannabis durch. Konkret untersuchten sie verfügbare Informationen über die Anwendung von Cannabis bei der Phytosanierung, über die Aufnahme von Schwermetallen in Cannabispflanzen und über die medizinischen Auswirkungen von Schwermetallen in Cannabis sowie über die landwirtschaftlichen Strategien zur Minderung der Schwermetallaufnahme.

Das Team fand heraus, dass einige Cannabissorten aufgrund ihrer einzigartigen physikalischen Eigenschaften – einschließlich der langen Stängellänge, des schnellen Wachstums, der großen Wurzel- und Blattoberfläche, der hohen Photosyntheseaktivität und der Abhängigkeit von relativ wenigen Nährstoffen für das Überleben – häufig für die Phytosanierung verwendet werden. Das Team fand auch heraus, dass insbesondere Blei, Cadmium und Chrom durch den Stängel und in die Blätter und Blüten der Pflanze transportiert und verteilt zu werden.

Unwissentliche Aufnahme von Schwermetallen möglich

Die aufgenommen Schwermetalle verlassen die Pflanze dann durch Trichome, bei denen es sich um haarähnliche Strukturen auf den Blüten handelt. „Trichome sind wichtig, weil sie das CBD-Öl und das von den Verbrauchern gewünschte Tetrahydrocannabinol (THC) speichern“, sagt Bengyella. “Dies hat uns zu der Frage geführt, ob diese Schwermetalle auch auf der Ebene des Trichoms vorhanden sind, und wie sie auf Menschen wirken”, sagt der Wissenschaftler.

Die Forscher fanden heraus, dass die Schwermetallkontamination in Cannabis verschiedene gesundheitliche Probleme verursachen kann, da die Schwermetalle selten metabolisiert werden und sich daher in bestimmten Bereichen des menschlichen Körpers anreichern. Der häufigste Mechanismus der Schwermetalltoxizität im menschlichen Körper erfolgt über die Produktion reaktiver Sauerstoffspezies und freier Radikale, die Enzyme, Proteine, Lipide und Nukleinsäuren schädigen und Krebs und neurologische Probleme verursachen können.

“Es ist beunruhigend zu erkennen, dass die Cannabisprodukte, die von Verbrauchern, insbesondere von Krebspatienten, konsumiert werden, ihrem Körper unnötigen Schaden zufügen können.”sagte Bengyella

agrarheute verwendete für den Bericht: Material von Louis Bengyella, Mohammed Kuddus, Piyali Mukherjee, Dobgima J. Fonmboh, John E. Kaminski. Global impact of trace non-essential heavy metal contaminants in industrial cannabis bioeconomy. Toxin Reviews, 2021

Die Substrate aber die wir verwenden würden, stammen aus kontrollierter ökologischer und/oder biologischer Herstellung. Insofern sollte auch unser zu Genusszwecken im Verein irgendwann hergestelltes “Gras” nicht zusätzlich zu den gewünschten natürlichen Wirkstoffen der Pflanze weitere unerwünschte Stoffe enthalten.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert